Apfelmehltau

Schon kurz nach dem Austrieb überziehen sich Blätter, an den Triebspitzen sogar ganze Blütenbüschel, mit weißlich-mehligem Belag (echter Mehltau) . Sie deformieren sich, werden braun und fallen ab. Warme Tage und darauffolgende taureiche Nächte sind die besten Voraussetzungen für die Infektion durch diesen “Schönwetter-Pilz”. Von diesen Infektionsherden (Pilzkrankheit) werden neue Blätter, Triebe und Knospen infiziert. Der Pilz überwintert vor allem an den Endknospen, deshalb müssen beim Winterschnitt die aus den im vorigen Jahr infizierten Knospen herauswachsenden, befallenen Triebe abgeschnitten und sehr sorgfältig entfernt werden. Auf eine richtige Standortwahl d.h. genügend Abstände von Nachbarbäumen und/oder Gartenlauben ist zu achten, damit der Baum einer guten Luftzirkulation unterliegt und nach den beschriebenen Taunächten gut abtrocknen kann, dazu gehören auch geeignete Pflegeschnittmaßnahmen. Denn in einer zu dicht bewachsenen Krone bildet sich ein sog. “Mikroklima” das in ungünstigen Fällen Pilzerkrankungen Vorschub geben kann. Bei Neupflanzungen von Obstbäumen sollte auf – gegen den Mehltau – widerstandsfähige Sorten geachtet werden.

Befallene Triebe oder Triebspitzen sind sofort bis ins gesunde Holz zurück zuschneiden. Das befallene Schnittgut kann bedenkenlos kompostiert werden.
Die direkte Bekämpfung durch eine gezielte Spritzung von vorbeugenden – bzw. spätestens ab Befallsbeginn – wirksamen Mitteln, z. B. durch den Einsatz von Fungiziden zur Mehltaubekämpfung muss mehrfach, jedoch mindestens fünf mal – je feuchter das Wetter, desto öfter – in 6 bis 14-tägigem Abstand erfolgen. 

Apfelschorf

Diese Pilzkrankheit tritt  –  bei feuchter Witterung – an Obst- und auch an Zieräpfeln auf. Man unterscheidet Blatt- und Fruchtschorf. Bereits zur Blütezeit zeigen sich braun-graue Flecke auf den Blättern; die Früchte sind befleckt, bei starkem Befall reißt die Schale später auf und die Früchte sind deformiert. Die Erstinfektion der jungen Blätter geht vom Falllaub aus, auf dem der Pilz überwintert. Die Sporen, die sich auf dem abgestorbenen Laub des letzten Jahres entwickeln, werden vom Wind auf die jungen Blätter und Früchte getragen und führen dort zu den geschilderten Schäden. Zu den vorbeugenden Maßnahmen zählen: schorfresistente Sorten sollten bevorzugt angebaut werden z. B. : Rewena, Resi, Remo.
Je länger die Apfelbäume im Frühjahr und Frühsommer nass sind, desto größer ist die Ansteckungsgefahr durch den Schorfpilz. Aus diesem Grunde sollten die Baumkronen durch entsprechenden Auslichtungsschnitt locker und luftdurchlässig gehalten werden. So können Blätter und Früchte nach einem Regenschauer schneller abtrocknen.

Als manuelle Bekämpfungsmaßnahme sollte befallenes Laub entfernt und sorgfältig kompostiert werden.
Die direkte Bekämpfung durch eine gezielte chemische Spritzung von vorbeugenden – bzw. spätestens ab Befallsbeginn – wirksamen Mitteln ist möglich. Der Einsatz von Fungiziden zur Schorfbekämpfung muss mehrfach, jedoch mindestens fünf mal – je feuchter das Wetter, desto öfter – in 6 bis 14-tägigem Abstand erfolgen.

Alternative Behandlungen (Spritzungen):

Brennessel-Jauche

Schachtelhalm-Brühe

Birnengitterrost

Wacholder (Juniperus) ist Hauptwirt des Birnengitterrostes. Daher sind alle Wacholderarten der Gattung „Juniperus“ in der gesamten Kleingartenanlage inklusive der Gemeinschaftsfl ächen verboten.

echter Mehltau am Wein

In den Monaten Mai bis Juni erscheint Blattober- und Blattunterseits und an den Triebspitzen ein mehlartiger Belag. Später wird dieser Belag braun und die Blätter vertrocknen und fallen schließlich ab.

Die befallenen Früchte platzen auf und vertrocknen. Der echte Mehltau vermehrt sich vor allem bei sonniger, warmer Witterung mit nächtlicher Taubildung, daher sollte eine unnötige Bewässerung über die Blätter oder/und Früchte vermieden werden.

Ein Auslichten der Pflanze durch geeignete Schnittmaßnahmen sollte bei einem zu dichten Bewuchs erfolgen, dadurch kann das Laub schneller abtrocknen. Dennoch befallene Pflanzenteile unbedingt sofort entfernen, eine chemische Behandlung ist im Haus- und Kleingarten möglich.

Feuerbrand

Der Feuerbrand ist eine der gefährlichsten Kernobstkrankheiten. Daher dürfen die hochanfälligen Wirtspflanzen dieser Krankheit, welche keinen kleingärtnerischen Nutzen haben, nicht in Kleingartenanlagen kultiviert werden.

Verbotene Gattungen sind: Glanzmispel (Photinia), Zwergmispel (Cotoneaster), Weiß- und Rotdorn (Crataegus), Feuerdorn (Pyracantha). Ausnahmen bilden Feuerbrand nichtanfällige Arten und Sorten dieser Gattungen.

Johannisbeersäulenrost

Als Winterwirt sind 5-nadlige Kiefernarten der Überträger für den Johannisbeersäulenrost an Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere. Zum Beispiel: Weymuthskiefer (Pinus strobus), Westliche Weymuthskiefer (Pinus monticola) oder Tränenkiefer (Pinus wallichiana). Sie dürfen deshalb auch nicht auf Gemeinschaftsflächen gepfl anzt oder kultiviert werden.

weiße Fliege

Die auch als “Weiße Fliege” bekannte Art – ca. 1,5 mm –  wurde mit Nutzpflanzen aus Mittelamerika eingeschleppt und hat sich besonders an unter Glas kultivierten Gurken und Tomaten stark ausgebreitet. Es werden aber auch Rhododendron, Wandelröschen, Fuchsien, Hibiskus, Schönmalve u.v.m. befallen. Die winzigen, gelblichen Tiere sind mit einem weißen Wachsstaub bedeckt  und man findet sie zahlreich auf der Blattunterseite und bei Berührung der befallenden Pflanzen fliegen die Insekten sofort auf..  Das Weibchen sticht seine Eier mit dem kurzen Eistiel – an der Blattunterseite – so tief in das Blattgewebe ein, dass sie auf der Blattoberfläche liegen. Nach jedem abgelegten Ei dreht es sich ein kurzes Stück weiter, so dass das fertige Eigelege schließlich einen geschlossenen Kreis bildet. Die Blätter befallender Pflanzen färben sich gelb und sind meist mit klebrigen Honigtau überzogen, auf dem sich bei starkem Befall Rußtaupilze ansiedeln können. Auch Virose-Krankheiten können durch die Weiße Fliege übertragen werden.

Eine Bekämpfung ist u. a.  mit beleimten Gelbtafeln möglich, die rechtzeitig ausgehängt werden müssen.