Glossar

A

Ableger

Als Ableger bezeichnet man die Tochterpflanze. Sie bildet sich durch selbstständige Bewurzelung des Triebes. Diese bewurzelten Pflanzteile können sich selbst mit Nährstoffen und Wasser versorgen. Den Begriff Ableger verwendet man auch als Sammelbegriff für alle vegetativ vermehrten Pflanzen.

Absenker

Einige Sträucher und Bäume im Garten können sehr gut durch Absenker vermehrt werden. Als Absenker eignet sich ein etwas längerer Trieb in Bodennähe, der noch recht jung ist, sodass er sich ohne viel Kraftaufwand bis auf den Boden biegen lässt.

Auslichten

Schnell verwildernde, blühende Sträucher und Beerenobst sollten bei Blüten- und Fruchverlust, mindestens 1 bis 2 mal jährlich ausgelichtet werden. Die verblühten Zweige werden bodennah abgeschnitten, sodass die verdeckten Pflanzteile wieder genügend Sonnenlicht bekommen können.
B

Ballenware

Der Wuchs bei Pflanzen, welcher als Ballenware gezogen wurden ist wesentlich buschiger und kräftiger, als der, der Containerware. Ballenware wird nicht im Topf, sondern in natürlich gewachsenen Böden herangezogen. Dieser versorgt die Pflanze mit Nährstoffen und Wasser. Damit die Wurzeln…

Baumschnitt

In der Natur haben Obstgehölze wie alle Pflanzen das Bestreben, sich gut zu vermehren und daher viele Samen zu bilden. Im Garten ist jedoch gewünscht, dass die Früchte schmackhaft und gesund sind. Daher brauchen Obstgehölze im Garten den regelmäßigen Baumschnitt.

Beeteinfassung

Eine Beeteinfassung ist immer eine individuelle, vielleicht dem Stil des Hauses, der Terrasse etc. angepasste Form. Dies kann auf viele Arten getan werden: Randsteine aus Granit, Randsteine aus Beton, Ziegelsteine, mitgebrachte Steine aus Ihrem Urlaub, sind Möglichkeiten, das Beet geschmackvoll…

Bewässerung

Zur optimalen Bewässerung sollten Sie Regenwasser nehmen, da es wenig Kalk enthält. In den trockenen Monaten ist die beste Gießzeit am Morgen, da das Wasser so zügig abtrocknen kann, ohne in der Mittagssonne zu verbrennen. In den Abendstunden würde das…

Blattdünger

Die meisten Pflanzenblätter können mit einem flüssigen Blattdünger versorgt werden. Man gibt den Dünger direkt auf die Blätter, somit können die Nährstoffe schnell aufgenommen werden und einwirken.

Blattfleckenpilze

ist eine Pilzart aus der Familie der Gnomoniaceae. Sie verursacht die sogenannte Marssonina-Blattfleckenkrankheit auf Walnuss und Schwarznuss,[2] benannt nach ihrer Nebenfruchtform Marssoniella juglandis. Die Blätter bekommen zunächst kleine dunkelbraune Flecken mit hellerem Zentrum. In der Folge vergilben ganze Blattfiedern, größere Blattpartien werden braun und Blattfiedern und Blätter fallen in unterschiedlichen Befallsstadien vorzeitig ab.…

Blattläuse

Blattläuse sind Schädlinge an Gemüse, Kräuter, Obstgehölzen, Stauden, Bäume, Sträucher, Blattschmuckpflanzen, Blütenschmuckpflanzen und Kübelpflanzen. Schädigend wirken Blattläuse, weil sie die Pflanzensaft saugen und eine klebrige, zuckerhaltige Flüssigkeit, den Honigtau, ausscheiden, auf dem sich dann meist ein schwarzer Rußtaupilz ansiedelt. Photo…

Bodengare

Als Bodengare wird in der Landwirtschaft der Idealzustand eines fruchtbaren Bodens bezeichnet, das heißt, dass der „optimale physikalische, chemische und biologische Zustand der Ackerkrume erreicht wird. Das Wort 'Gare' ist verwandt mit 'garen' und 'gar'; alle diese Wörter bezeichnen ursprünglich das Fertig- und Nutzbarmachen. Ein…

Bodenmüdigkeit

Bodenmüdigkeit, auch Bodenerschöpfung, beschreibt den Zustand des Bodens bei der Kultivierung von Pflanzen, wenn das Wachstum bzw. die Erträge im Laufe der Zeit zurückgehen, wobei auch allgemeine Düngemaßnahmen nicht Abhilfe schaffen. Die Bodenmüdigkeit tritt insbesondere bei jahrelangem Anbau der gleichen Pflanzen am gleichen…
C

Chlorophyll

Chlorophyll ist ein grüner Blattfarbstoff, Rezeptormolekül für Strahlung, Grundstoff für die Fotosynthese, Molekül aus Magnesium, Stickstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. Chlorophylle haben innerhalb der Photosynthese im Photosystem I sowie im Photosystem II mehrere Aufgaben. Der mit Abstand größte Anteil dient der Lichtabsorption und der Weiterleitung der absorbierten…
F

Fruchtfolge

Unter Fruchtfolge oder Felderwirtschaft wird die zeitliche Abfolge der auf einer landwirtschaftlichen Fläche angebauten Nutzpflanzenarten im Ablauf der Vegetationsperiode und Jahre verstanden. Hingegen findet bei der Einfeldwirtschaft bzw. Monokultur in einem Zeitraum über 5 Jahre kein Fruchtwechsel statt. Auf diesen ackerbaulichen Flächen wurde in Mitteleuropa meist Roggen über mehrere Jahre hintereinander angebaut. Die Fruchtfolge soll die Bodenfruchtbarkeit erhalten bzw.…
K

Kohlhernie

Kohlhernie ist der Name einer Pflanzenkrankheit, die durch den Erreger Plasmodiophora brassicae ausgelöst wird. Es handelt sich hierbei um einen parasitisch lebenden einzelligen Organismus, ein Protist aus der Gruppe der Phytomyxea in den Cercozoa. Plasmodiophora brassicae kann die Wurzeln der meisten Kreuzblütengewächse befallen. Das Wirtsspektrum umfasst Nutzpflanzen wie Kohl, Raps, Senf und Rettich, Zierpflanzen und auch eine Vielzahl von Unkräutern. Da die Bodenverseuchung durch Plasmodiophora brassicae bis…
M

Monokultur

Als Monokultur (deutsch ‚allein‘ und lateinisch cultura ‚Anbau, Pflege‘) werden landwirtschaftliche, gartenbauliche oder forstwirtschaftliche Flächen bezeichnet, auf denen ausschließlich eine einzige Nutzpflanzenart über mehrere Jahre hintereinander angebaut wird (siehe auch Einfeldwirtschaft). Die wichtigsten gegensätzlichen Begriffe sind Mischkultur und Fruchtfolge. Stehen…
P

PH-Wert

Der pH-Wert (Abkürzung für Potential des Wasserstoffs) ist ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung. Folgende pH-Werte werden für typische gesunde Kulturböden registriert:[3] 5,0 bis 5,5 bei < 4 % organischer Substanz und < 5 % Tonanteil 5,4 bis 6,0 bei 5 bis 12 % Tonanteil 6,0 bis 6,5…

Photosynthese

Die Photosynthese ( deutsch ‚Licht‘ und ‚Zusammensetzung‘, ist ein physiologischer Prozess zur Erzeugung von energiereichen Biomolekülen aus energieärmeren Stoffen mithilfe von Lichtenergie. Sie wird von Pflanzen, Algen und manchen Bakterien betrieben. Bei diesem biochemischen Vorgang wird mithilfe von lichtabsorbierenden Farbstoffen wie Chlorophyll Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt. Diese wird dann zum Aufbau energiereicher organischer Verbindungen (primär Kohlenhydrate) aus energiearmen anorganischen Stoffen (Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser (H2O)) verwendet.
V

Vegetationsperiode

Die Vegetationsperiode, Vegetationsphase oder Vegetationszeit ist der sich rhythmisch wiederholende Jahresteil, in dem eine Pflanze aktiv wächst und sich entfaltet. Der Rest des Jahres ist die Phase der Vegetationsruhe, der Wechsel der beiden bildet den Vegetationszyklus. Die Vegetationsperiode reicht bei einjährigen Pflanzen von der Keimung bis zum Absterben, bei zwei- sowie mehrjährigen Pflanzen und ausdauernden krautigen Pflanzen vom Austreiben bis…