Pflanzenkrankheiten

Pflanzenkrankheiten

erkennen und behandeln

Birnengitterrost

Birnengitterrost ist eine Pilzerkrankung des Birnbaumes. Der Pilz überwintert auf den Blättern des Wacholders, den der Pilz kaum schädigt. Die Sporen trägt der Wind bis zu 500 m weit. Ab Mai zeigen befallene Birnbäume auffällige gelb-orangene Blatt-Flecken und an der Blattunterseite hervorstehende Pusteln.

Befallene Zweige rechtzeitig entfernen – das gilt für den Birnbaum wie für den Wacholder (Sporenlager an den Blättern und knotig verdickte Zweige entfernen). Vorbeugend eignet sich Ackerschachtelhalm-Jauche.
Feuerbrand

Das Bakterium Erwinia amylovora führt an Kernobst (Birne, Apfel, Quitte, aber auch Weißdorn, Eberesche, Feuerdorn und Ziersträucher) zum Absterben der Blüten, Triebe und schließlich des ganzen Baumes. Blüten und Blätter welken vom Blattstiel und vertrocknen. Wegen der  gekrümmten Form und der schwarzen Farbe scheinen die Blätter verbrannt. Die meldepflichtige Pflanzenkrankheit breitet sich seuchenartig aus!

Befalle Jungpflanzen sterben meist innerhalb weniger Wochen ab. Bei älteren Bäumen weisen die Behörden i. d. R. die Rodung an.

Kraut-/Braunfäule

Tomatenpflanzen zeigen an Blättern, Trieben und Früchten grauschwarze Flecken, die tief ins Fruchtfleich reichen. Die Früchte faulen, die unterseitig einen weißlichen Pilzrasen tragenden Blätter vertrocknen. Der Pilz wird von Regen und Gießwasser auf der Pflanze verteilt. Der Pilz überwintert auch im Boden.

Tomaten sollten unter einem Foliendach geschützt vor Regen und Gießwasser kultiviert werden. Befallene Pflanzenteile frühzeitig entfernen. Kartoffeln und Tomaten nicht im selben Beet anbauen: Infektionsgefahr! Spritzungen mit Schachtelhalm- oder Brennessel- brühe zur Pflanzenstärkung, Kupfermittel bei akutem Befall.

Baumkrebs

Eine Pilzinfektion führt bei Bäumen (Apfel, Birne, Rotbuche, Esche, Eiche, …) zu rissigen, geschwulstartigen Verdickungen an den Zweigen. Die Pilzsporen dringen durch Wunden in der Rinde ein. Neben der optischen Veränderung führt der Nectria-Pilz bei Obstbäumen auch zu Fruchfäule.

Als vorbeugende Pflanzenpflege sollten Wunde (nach Rückschnitt, Ernte, Unwetter) desinfiziert und mit Wundbalsam verschlossen werden. Stickstoffdünger sparsam verwenden. Befallene Äste werden bis tief ins gesunde Holz herausgeschnitten.

Grauschimmelfäule

Die Pflanzenkrankheit erkennt man an einem pelzig-grauen Belag auf Trieben und Früchten, die faulen und schließlich absterben. Über 235 Wirtspflanzen sind bekannt (Erdbeeren, Gurken, Tomaten, Salat, Wein).

Der Pilz befällt gern geschwächte, überdüngte Pflanzen und liebt ein feuchtes Milieu. Gegenmaßnahme: mäßig gießen und düngen, Blattwerk und Früchte trocken halten, Boden als Feuchteschutz mulchen (Stroh, Rindenmulch).

echter Mehltau

Echter Mehltau bildet auf der Blattoberseite einen abwischbaren, weißen Film. Die Blätter befallener Pflanzen (Rosen, Gurken, Äpfel) werden braun und vertrocknen. Echter Mehltau wird bei warmem, trockenem Wetter über die Luft verbreitet.

Befallene Pflanzenteile sofort entfernen. Im Gartenfachmarkt gibt es geeignete Pilzbekämpfungsmittel.

falscher Mehltau

Falscher Mehltau bildet sein Mycel als grauen Pilzrasen auf der Blattunterseite aus. Der Pilz dringt in die Blattzellen ein und führt zunächst zu gelben Flecken, später zum Absterben des Blattes befallener Pflanzen (Radieschen, Meerrettich, Schwarzwurzeln, Salat, Kohl).

Falscher Mehltau mag es feucht, daher sollten Blattwerk und Früchte beim Gießen nicht nass werden. Kupferkalk-Gaben machen die Pflanzen widerstandsfähiger gegen den Pflanzenparasiten.

Monilia-Fruchfäule und Spitzendürre

Der Monilia-Pilz befällt vor allem Obstbäume. Befallene Früchte faulen komplett durch (milchkaffeefarben) und zeigen zusätzlich konzentrische weiße Pilz-Ringe auf der Frucht. Die Früchte fallen i. d. R. ab, können aber auch als Fruchtmumien am Baum verbleiben.
Befällt der Pilz bei feuchtem Wetter die Blüte, verursacht er das Absterben der Triebspitze, was sich in vertrocknenden Zweigenden noch während der Blüte zeigt.

Da der Pilz in befallenen Zweigen und Früchten überlebt, müssen kranke Pflanzenteile komplett entfern und entsorgt (Hausmüll) werden.

Sternrußtau oder Schwarzfleckenkrankheit

Die befallenen Pflanzen (Rose, Lorbeer) zeigen an den Blättern typische schwarzbraune Flecken, die sich sternförmig ausbreiten. Die befallenen Blätter vergilben und fallen schließlich ab.

Da der Pilz wie viele seiner Verwandten Feuchtigkeit schätzt, gilt auch beim Diplocarpon rosae: Blattwerk trocken halten! Ausreichender Pflanzabstand sorgt für Durchlüftung und Besonnung.